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Berichte -

aus dem Jahr 2017

Informationen zur Podiumsdiskussion
Quelle: Werner Pohl, Ak-Asyl
Dies war die Vorderseite des Flyers zu der Podiumsdiskussion.
 

Was hat es gebracht?

Eine Betrachtung von Werner Pohl

 

Lange vor dem Termin hat der Vorstand geplant, dass die Kandidaten für den Bundestag gehört werden müssen und Stellung nehmen sollen zur Flüchtlings- und Asylpolitik. Schon im Dezember 2016 wurden Anfragen geschickt an die Büros der Kandidaten von CDU, SPD, Bündnis90/Grüne, FDP und schließlich auch der LINKEN. Die Antworten kamen schleppend, aber Interesse wurde durchaus bekundet. Das Büro von Minister Schäuble war eher etwas zurückhaltend und – ich hatte den Eindruck – vorsichtig (?). Herr Schäuble war vielbeschäftigt – das war auch uns klar – und gab uns wegen seiner Terminfülle erst einmal keine Zusage.

 

Das Thema ist nicht einfach und Politiker haben anscheinend das Gefühl, dass sie damit bei „ihren“ Wählern kaum Punkte holen können. Herr Schäuble gab uns schließlich die Antwort, er beteilige sich grundsätzlich nicht an einer Podiumsdiskussion. Statt seiner war Frau MdB Kovac da, die ja nicht in Offenburg wählbar ist. Aus meiner Sicht sehr schade!

 

Aber nun zu der Veranstaltung selber! Frau Burck stellte als Moderatorin die Eingangsfrage nach den Ursachen dafür, dass es so viele Flüchtlinge gäbe, und alle Teilnehmer äußerten sich über die Kriege und Bürgerkriege, die politischen Verfolgungen, die Korruption, die fehlende Infrastruktur und über die wirtschaftliche Not und Ausbeutung in den Ländern. Es hätten sich also gute und vielfältige Ansätze ergeben, wenigstens ein Thema mit dem Willen zur Lösung oder Veränderung zu nennen. Stattdessen „versteckten“ sich die meisten Kandidaten hinter ihren Parteiprogrammen und versäumten es, Perspektiven und eigene Positionen aufzuzeigen. Gesprochen wurde vom „Marshall-Plan für Afrika“, mit dem die Investitionen in diesen Ländern angeschoben werden sollen. Unklar blieb, wer investieren und profitieren wird.

 

Weil wir schon vorab das Gefühl hatten, wir bräuchten in der Runde einen Widerpart, waren von der Deutschen Friedensgesellschaft Herr Grässlin und von der Evangelischen Kirche Herr Maaß eingeladen. Damit war die Diskussion schnell und ausführlich beim Thema „Waffenlieferungen“ in Kriegsbegiete, an zynische Despoten, an Staaten, in denen Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Ich finde, dass dies die „Gretchenfrage“ unserer Politiker ist: Warum seht ihr die Ursachen so klar und deutlich, aber ändert diese Politik nicht? Ein Trauerspiel!

 

Frau Binder (MdB, DIE LINKE), die erst wenige Tage vor dem Termin als Offenburger Kandidatin nominiert wurde, konnte bei dem leider nicht sehr zahlreichen Publikum als einzige Politikerin des Beifalls sicher sein. Mir – und ich weiß mich einig mit vielen anderen – sprach sie aus der Seele. Klar: bei diesem Publikum hätte es selbst Herr Minister Schäuble nicht leicht gehabt. Man mag es beurteilen, wie man will: Frau Binders Partei hat in der Bundesregierung noch keine Verantwortung gehabt, womit ich andeuten will, wie wenig Vertrauen ich in die Standhaftigkeit der Parteien habe, wenn es um Geld und Wirtschaft im Gegensatz zu Anstand und Glaubwürdigkeit geht (Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern...).

 

Leider werden wir noch viel Arbeit leisten müssen, wenn unser Thema „Fluchtursachen vermeiden“ zu einem guten Ende gebracht werden soll.

Quelle: Werner Pohl, Ak-Asyl

Internationales Fest 2017

am 8. und 9. Juli auf dem Marktplatz
Zusammen mit dem »Weltladen Regentropfen« beteiligte sich der Ökumenische Arbeitskreis Asyl Offenburg e.V. an einem Stand auf dem »Internationalen Fest«. Dominiert wurde der Stand von einer goldenen Nase, die sich mächtig den Menschen am nordöstlichen Eingang zum Marktplatz in den Weg stellte.
Neugierig geworden blieben so manche stehen und ließen sich erklären, was es mit dieser Nase auf sich hätte. Viele von ihnen erfuhren so, wie sich namhafte deutsche Firmen mit der Rüstung und den Waffenlieferungen "goldene Nasen" verdienen. Das - aus unserer Sicht - Schlimme daran: die Lieferungen landen in Ländern, die von Bürgerkrieg, Zerstörung, Terrorismus und allgegenwärtiger Gewalt beherrscht werden, sie landen in den Händen von skrupellosen Kriegsparteien. Viele Passant*inn*en beteiligten sich an einer »Umfrage« und machten deutlich, dass sie Waffenlieferungen in solche Länder kategorisch ablehnen.
Der Arbeitskreis Asyl nutzte den Stand zur Information auf die bevorstehende Podiumsdiskussion mit Kandidat*inn*en zum Bundestag, die die das Thema hatte: »Ihre Kriege - Unsere Sicherheit (Wie wir Fluchtursachen vermeiden können)«
Text: Werner Pohl
Quelle: AK-Asyl
Ausschnitt des Titels vom Flyer

Die Fotoausstellung endet Anfang Februar 2017

Die Initiative zu dieser Ausstellung ging von der Offenburger Fotografin Ingrid Vielsack aus. Sie wollte die Geflüchteten aus ihrer Anonymität herausholen und ihnen in der Öffentlichkeit ein Gesicht geben. Beim ökumenischen Arbeitskreis Asyl stieß sie auf Interesse, dieses Projekt gemeinsam durchzuführen. Mit Unterstützung der Stadt Offenburg, der Sankt Andreasstiftung und des C-Punktes Offenburg wurden Fotos mit erläuternden Texten von Geflüchteten und Informationen über ihre Lebensgeschichten im Bürgerbüro und der angrenzenden Andreaskirche ausgestellt.

 

Nun endet diese Ausstellung mit einem Gottesdienst in der Andreaskirche am 2.Februar 2017 um 18 Uhr.

 

Hinweis: die Ausstellung gibt es in zweifacher Ausfertigung und kann von Rathäusern, Kirchen, Schulen ... angefordert werden. Melden Sie sich über die Kontaktmöglichkeiten mit dem Ökumenischen Arbeitskreis Asyl Offenburg.

 
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