Ich bin seit 2015 Mitglied im Arbeitskreis Asyl.
In der Reihe „Dialog im Kloster“ im Jahr 2015 sprach Herr Michael Loritz über die Perspektiven für die Flüchtlingssituation in Offenburg, dass daran gedacht sei eine neue Unterkunft für Familien zu eröffnen in der Franz-Volk-Straße. Spontan entschieden sich Sr. Agustina und ich, uns dort zweimal wöchentlich vorrangig um Mütter mit kleinen Kindern zu kümmern und erste Sprachübungen pantomimisch, kreativ zu versuchen. Kontakte zur Astrid-Lindgren-Schule erwiesen sich als hilfreich. Für das Café International konnten KollegInnen des Klostergymnasiums gewonnen werden und Schülerinnen, die Kuchen backten, bewirteten und vor allem verlässlich die Kinder betreuten.
In dieser Zeit wurden uns wertvolle Begegnungen geschenkt mit Menschen vom Balkan, Afghanistan, Syrien und Afrika. Was haben wir gelacht – und geweint, wenn plötzlich Transfer oder Abschiebung drohten. Besonders mit drei Familien sind wir noch immer in Verbindung, freuen uns darüber, dass die Eltern und z.T. auch schon die Kinder Arbeit oder Ausbildungsplätze gefunden haben, schulisch Fortschritte und Abschlüsse erzielt werden, das Sprachvermögen wächst. Jede Begegnung in der Stadt wird zu einem kleinen Fest … und motiviert mich, weiter im AK-Asyl mitzuarbeiten.